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Upgrade – DMX Zündmodus

Diese kostenpflichtige Zusatzoption ermöglicht es, den Controller über ein DMX-Pult fernzusteuern. Sowohl der Galaxis PFC Advanced, wie auch der Galaxis PFC Black Edition können hierfür verwendet werden. Der DMX-Zündmodus wird im Showbereich vielfach für eine Aufgabentrennung genutzt.

Eine typische Anwendung sind Festivals mit vielen wechselnden Bands auf einer Bühne, die allesamt vom selben SFX-Dienstleiter bedient werden. In diesem Fall wird der Pyrotechniker wohl kaum die Cues aller Künstler kennen. Er bekommt im Vorfeld die Rider aller Bands und bereitet die Effekte entsprechend vor. Während der Auftritte überwacht er mit dem Galaxis-Controller die Schutzabstände und gibt die einzelnen Cues frei. Das Timing kommt von einem Crew-Mitglied der jeweiligen Band, das die Cues über ein DMX-Pult abfeuert.

Eine weitere Form der Aufgabentrennung, für die der DMX-Zündmodus häufig eingesetzt wird, ist die Aufteilung zwischen „Kunst“ und Sicherheit. Der DMX-Pult-Operator hat vom FOH aus meist die bessere Sicht auf die Bühne. Er kümmert sich um Showdesign und Cues. Der Pyrotechniker hingegen sucht sich mit dem Galaxis-Controller einen Platz, an dem er die optimale Übersicht über den Gefahrenbereich hat und behält sein Augenmerk ausschließlich auf der Sicherheit.

Egal wie man den DMX-Zündmodus nutzt, der Pyrotechniker hat hier stehts „das letzte Wort“, spricht er alleine entscheidet ob er eine Zündung freigibt, oder einen Zündbefehl des DMX-Pults unterbindet. Natürlich kann er auch selbst jederzeit Zündbefehle direkt über den Galaxis-Controller aussenden, ohne dass er hierzu Zugang zum DMX-Pult haben muss.

Als geeignete DMX-Pulte haben sich Pulte mit mehreren Flash-Tasten erwiesen, da die Flash-Tasten häufig als „Feuer-Buttons“ fungieren. Bei manuell geschossenen Shows lässt sich damit das Timing besser treffen als mit einem Fader.
Zunächst wird ein DMX-Kanal im Galaxis-Sender als Sicherheitskanal definiert. Der Sicherheitskanal muss zwischen 60-80% DMX-Wert stehen, damit die DMX-Zünd-Cues vom Galaxis Controller akzeptiert werden. Danach sind 3 verschiedene Optionen möglich:

1. Die Einzel-Kanal-Ansteuerung:
Hierbei wird ein DMX-Kanal als Feuer-Kanal definiert. Wenn der Safety-Kanal aktiviert wurde und der Feuerkanal einen DMX-Wert über 90% aufweist, wird die Zündung ausgelöst. Der Galaxis-Controller zündet hierbei stets den Kanal, der im Display des Senders gerade eingestellt ist.
Wenn im Menü des Controllers bei den Zündeinstellungen die Funktion „automatisch erhöhen“ aktiviert ist, können über das DMX-Pult mit einem DMX-Feuer-Kanal eine ganze Sequenz von Effekten in vorgegebener Reihenfolge abgeschossen werden. Also z.B. Zündbefehl 1 – 2 – 3 – 4 -… und so weiter.
Wenn „automatisch erhöhen“ hingegen nicht aktiviert ist, führt es dazu, dass bei jeder Auslösung der gleiche Zündbefehl erneut ausgesendet wird. Dies macht z.B. dann Sinn, wenn man eine Flammenanlage benutzt und immer wieder den gleichen Feuereffekt auslösen möchte.

2. Der Kanalspiegel:
Hierbei werden die DMX-Kanäle 1-X als Feuertaster für die Zündbefehle mit der gleichen Nummer verwendet. Nehmen wir an wir haben ein DMX-Pult bei dem 24-Fader / Flashtasten als Hardware vorhanden sind. Der DMX-Kanal 24 wird im Galaxis-Kontroller als Sicherheitskanal definiert und auf 70% gefaded. Die Flashtasten der DMX-Kanäle 1-23 können nun als Feuertaster für die Zündbefehle 1-23 verwendet werden.
Diese Form der Programmierung wird häufig verwendet, wenn man im Vorfeld nicht genau definieren kann, in welcher Reihenfolge die Effekte benötigt werden, z.B. weil die Band Ihre Setlist recht spontan ändert.
Die Effekte werden vom Pyrotechniker in beliebiger Reihenfolge auf die technisch vorhandenen DMX-Kanäle / Zündbefehle aufgeteilt und aufgelistet. Der DMX-Operator kann nun in beliebiger Reihenfolge die ihm zur Verfügung stehenden Effekte abfeuern.

3. Der Keyboard-Zündmodus:
Dieser Zündmodus wird primär für Flammeneffekte, Cryo-Effekte, Wassereffekte oder sonstige Ventil-Ansteuerungen eingesetzt. Hierbei kann der DMX-Operator nicht nur bestimmen, wann und in welcher Reihenfolge die Effekte ausgelöst werden sollen, er kann auch festlegen wie lange die Ventile offen bleiben sollen.
Achtung: Anders als bei den beiden vorangegangenen Varianten des DMX-Zündmodus erfordert diese Variante auch bei den G-Flames / L-Flames, bzw. bei den verwendeten Galaxis PFE Advanced 10 ein spezielles Softwareupdate.
Und so funktioniert es: Es können bis zu 11 DMX-Kanäle ausgewertet werden, davon einer wieder als Sicherheitskanal und der Rest als Feuerkanäle. Wenn der Sicherheitskanal aktiv ist, können die anderen 10 Kanäle völlig frei bedient werden. Solange wie ein DMX-Kanal aktiv ist, bleiben auch die jeweiligen Flammen an, bzw. die jeweiligen Ventile offen. Der DMX-Operator hat somit die maximale Freiheit.
Allerdings ist dieser Modus auf maximal 10 G-Flames / L-Flames, bzw. 10 Outputs eines Galaxis PFE Advanced 10 begrenzt. Mehr Daten können vom Controller nicht sicher übertragen werden. Sollten mehr als 10 Effektgeräte bzw. Outputs benötigt werden, gibt es aber noch die Option das DMX-Signal auf einen oder mehrere weitere DMX-Controller durchzuschleifen. Jeder Controller kann dann (auf einer anderen Frequenz und Codierung) bis zu 10 weitere Geräte bzw. Outputs ansteuern.

Wenn Sie sich den DMX-Zündmodus in der Praxis ansehen möchten, empfehlen wir Ihnen unser zugehöriges Videotutorial.
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