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Lycopodium und Korkstaub

Lycopodium ist ein Naturprodukt, das z. B. in der Homöopathie Anwendungen findet. Es ist kein Gefahrgut und fällt auch nicht unter das Sprengstoffgesetz.

Es handelt sich um die Blütenpollen des Bärlapp-Busches, der vorwiegend im subtropischen Klima Indiens, Nepals und Chinas anzutreffen ist. Aufgrund ihres hohen Anteils an ätherischen Ölen brennen die Bärlapp-Pollen besonders gut. Allerdings müssen sie hierfür mit Luft verwirbelt werden (optimiertes Mischungsverhältniss zwischen Luftsauerstoff und Brennstoff). Wenn Lycopodium am Boden liegt, lässt es sich unter bestimmten Voraussetzungen zwar kurzfristig entzünden, brennt dann aber ohne Zuführung von Fremdwärme nicht weiter. Außerdem brennt Lycopodium relativ kalt und raucharm ab.

Somit ist es ein gut geeignetes Effektmittel, wenn kurzzeitige Feuereffekte in der Nähe von Personen oder Dekorationen realisiert werden müssen. Bei Dreharbeiten stellen sich Stuntleute (mit entsprechender Schutzausrüstung) häufig direkt in Feuerwolken, die mit Hilfe von Lycopodium erzeugt wurden.
In dem Moment wo die Pulverwolken sich in den Kostümen der Stuntleute absetzten, fehlt ihnen der Luftsauerstoff und die Flamme verlischt. Um das Pulver zu verschießen und zu entzünden, werden spezielle Lycopodium-Trichter (ebenfalls bei uns erhältlich) verwendet, in denen in der Regel Bühnenblitze als Treibladung gezündet werden. Diese Technik wird auch von Feuerwehren häufig genutzt um bei Übungen Rauchgasdurchzündungen zu simulieren.

Feuerartisten verwenden Lycopodium für Fackeln und Stäbe, bei denen sie durch schnelles Schwenken mit Hilfe der Fliehkraft das Pulver aus Tanks austreten lassen und dann entzünden. Auch zum Feuerspucken wird Lycopodium teilweise verwendet.

Im Theater, sowie bei Konzert-Veranstaltungen wird Lycopodium vornehmlich in Wirbelkammern verwendet. Hierbei handelt es sich um Metalltanks in denen Lycopdodium mit Luft verwirbelt wird und dann durch Löcher austritt, wo es entzündet wird. Mit dieser Technik lassen sich sehr eindrucksvolle Feuerwolken erzeugen.
Leider sind die Weltmarkt-Preise für Lycopodium in den letzten Jahren immer wieder gestiegen. Dies hängt mit verschiedenen Faktoren, wie schwankenden Dollarkursen, schlechten Ernten, steigender Nachfrage und dem Wegfall von Anbauflächen in den Erzeugerländern zusammen. Aufgrund der aktuell leider recht hohen Importpreise bei unseren Erzeugern, haben wir in den letzten Jahren verstärkt mit Ersatzstoffen experimentiert.
Am besten geeignet ist unserer Meinung nach Korkstaub. Allerdings kann man in den meisten Anwendungsfällen hiermit Lycopodium nicht vollständig ersetzen. Korkstaub ist jedoch gut geeignet um hiermit das Lycopodium zu strecken. Auch dadurch lässt sich einiges an Geld einsparen.

Purer Korkstaub alleine verbrennt bei Verwendung des üblichen Techniken nicht vollständig und erzeugt nicht das gleiche Flammenvolumen wie Lycopodium. Eine Eins-zu-Eins-Mischung aus Lycopodium und Korkstaub erzeigt einen fast genauso schönen Effekt wie pures Lycopodium und spart (je nach Einkaufspreis der einzelnen Bestandteile) ca. 40% der Kosten ein.

Der Korkstaub sorgt dafür dass die Flamme etwas rötlicher und rauchiger wird. Außerdem entstehen durch etwas größere Korkpartikel kleine Goldfunken und manchmal auch ein feiner Asche-Niederschlag. Der Effekt wirkt etwas „dreckiger“ als bei Verwendung von purem Lycopodium. Gerade bei Feuerwehrübungen, Outdoor-Shows und Dreharbeiten spielt dies jedoch keine Rolle, bzw. kann sogar gewünscht sein. Für Indoor-Anwendungen am Theater empfehlen wir nach wie vor die Verwendung von purem Lycopodium.
Lycopodium und Korkstaub bieten wir jeweils in 2,5Liter Kanistern, in 5,0 Liter Kanistern und in 10 Liter Kanistern an. Lycopodium wird zudem auch in 25-kg Fässern angeboten. Die genauen Füllgewichte der Kanister und die jeweiligen Kilopreise finden sie in unserer Preisliste. Je größer die Abnahmemenge, desto besser der Kilopreis.




Für weitere Informationen zu diesem Produkt kontaktieren sie uns!





Im nachfolgenden Video können sie sich die Unterschiede im Abbrandverhalten von Lycopodium und Korkstaub genauer ansehen…